Immobilienmakler Zürich: Provision, Kosten und Maklerwahl
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Immobilienmakler Zürich: Provision, Kosten und Maklerwahl

Von Redaktion SwissImmoMapVeröffentlicht 19. Oktober 2026Geprüft am 19. Oktober 20264 Min. Lesezeit
Luftaufnahme von Zürich mit Kirchturm, Altstadt und See
Inhalt
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was kostet ein Makler in Zürich? Rechenbeispiele
  3. Wann ist die Provision fällig – und wer zahlt?
  4. Der Zürcher Markt: Warum Makler hier gefragt sind
  5. Maklerwahl: Checkliste
  6. Makler im Verzeichnis finden
  7. Häufige Fragen

Wer in der Stadt Zürich oder am Zürichsee eine Liegenschaft verkauft, bewegt sich in einem der teuersten und zugleich aktivsten Immobilienmärkte der Schweiz. Ein Makler kann Bewertung, Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlung übernehmen. Dafür fällt eine Provision an, die bei hohen Verkaufspreisen schnell fünfstellig wird. Dieser Ratgeber zeigt, wie sich die Provision zusammensetzt, was sie in Franken bedeutet und worauf Sie bei der Wahl eines Maklers achten sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt keinen gesetzlichen Tarif: Die Provision wird im Maklervertrag frei vereinbart.
  • Übliche Spanne bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen: etwa 2 bis 3 Prozent; bei Mehrfamilienhäusern oft tiefer (rund 1,5 bis 2 Prozent) [1]. Auch ch.ch nennt rund 2 bis 3 Prozent [5].
  • Ab einem Jahresumsatz von CHF 100’000 muss der Makler Mehrwertsteuer (8,1 Prozent) verrechnen [1].
  • Ohne Verkauf in der Regel keine Provision. Rechtsgrundlage ist der Mäklervertrag nach Art. 412 ff. OR; der Lohn ist grundsätzlich nur geschuldet, wenn der Vertrag durch die Vermittlung des Maklers zustande kommt (Art. 413 OR) [2].

Was kostet ein Makler in Zürich? Rechenbeispiele

Die folgende Tabelle zeigt, was verschiedene Sätze bei typischen Zürcher Verkaufspreisen bedeuten. Es sind Rechenbeispiele, keine Preisempfehlungen.

Verkaufspreis 2,0 % 2,5 % 3,0 %
CHF 1’000’000 CHF 20’000 CHF 25’000 CHF 30’000
CHF 1’500’000 CHF 30’000 CHF 37’500 CHF 45’000
CHF 2’500’000 CHF 50’000 CHF 62’500 CHF 75’000

Zu diesen Beträgen kommt die Mehrwertsteuer: Bei einer Provision von CHF 25’000 sind es mit 8,1 Prozent CHF 2’025, total also CHF 27’025. Fragen Sie deshalb immer, ob ein offerierter Satz inklusive oder exklusive MWST gilt.

Wann ist die Provision fällig – und wer zahlt?

Die Provision wird fällig, wenn der Kaufvertrag durch Vermittlung oder Nachweis des Maklers zustande gekommen ist. Bei Grundstücken bedeutet das in der Praxis: nach der öffentlichen Beurkundung [1][2]. Kommt kein Kauf zustande, schuldet der Auftraggeber in der Regel keine Provision, es sei denn, der Vertrag sieht Aufwandersatz oder Pauschalen vor. Prüfen Sie solche Klauseln vor der Unterschrift.

Zahlen muss üblicherweise der Verkäufer. Wird die Provision ausdrücklich auf den Käufer überwälzt, sollte das schriftlich festgehalten werden. Ist eine vereinbarte Provision unverhältnismässig hoch, kann ein Gericht sie auf Antrag des Auftraggebers nach Art. 417 OR herabsetzen [2]. Je nach anwendbaren kantonalen Regeln und den Umständen des Einzelfalls können übliche Maklerprovisionen bei der Grundstückgewinnsteuer als abziehbare Kosten berücksichtigt werden [1][6]; klären Sie das mit Ihrer Steuerberatung.

Der Zürcher Markt: Warum Makler hier gefragt sind

Die Leerwohnungsziffer lag laut Kanton Zürich am 1. Juni 2026 im Kanton bei 0,52 Prozent, in der Stadt Zürich bei 0,11 Prozent und in Winterthur bei 0,20 Prozent [4]. Wohnraum ist knapp, Nachfrage hoch. Das erleichtert den Verkauf, macht aber die richtige Preisfindung anspruchsvoll: Zu hoch angesetzte Preise verlängern die Vermarktung, zu tiefe verschenken Geld. Hier liegt der Mehrwert eines Maklers mit lokaler Erfahrung.

Maklerwahl: Checkliste

  • Lokale Referenzen: Hat der Makler ähnliche Objekte in Ihrer Gemeinde verkauft, etwa in der Stadt Zürich, am rechten oder linken Seeufer?
  • Preisfindung: Lassen Sie eine schriftlich begründete Bewertung mit Vergleichsobjekten zeigen, nicht nur eine Zahl.
  • Vertrag: Alleinauftrag oder allgemeiner Auftrag, Laufzeit, Kündigung, Provisionssatz inkl./exkl. MWST, Aufwandersatz.
  • Vermarktung: Wer erstellt Exposé, Fotos und Grundrisse? Welche Portale und Kanäle werden genutzt?
  • Kosten transparent: Fragen Sie nach allen Nebenkosten, die zusätzlich zur Provision anfallen können.
  • Vergleich: Holen Sie mindestens zwei bis drei Offerten ein [3].

Makler im Verzeichnis finden

Im Verzeichnis von SwissImmoMap finden Sie Immobilienunternehmen nach Region: Immobilienmakler in der Stadt Zürich und im Kanton Zürich, am See etwa in Thalwil, Horgen, Zollikon und Küsnacht. Wenn Sie eine Liegenschaft lieber vermieten als verkaufen, hilft die Immobilienverwaltung in Zürich weiter. Eine allgemeine Einführung bietet unser Ratgeber Immobilienmakler finden in der Schweiz.

Häufige Fragen

Ist die Maklerprovision verhandelbar?

Ja. Es gibt keinen gesetzlichen Tarif. Je attraktiver das Objekt und je höher der Preis, desto eher ist ein tieferer Satz oder eine Staffelung möglich.

Muss ich bezahlen, wenn nicht verkauft wird?

In der Regel nicht. Die Provision wird erst bei erfolgreichem Vertragsabschluss fällig. Achten Sie aber auf Klauseln zu Aufwandersatz oder Mindestentschädigung.

Ist ein Alleinauftrag sinnvoll?

Er motiviert den Makler zu mehr Einsatz, bindet Sie aber für die Vertragsdauer. Vereinbaren Sie eine kurze Laufzeit und klare Kündigungsbedingungen.

Gilt der Satz auch für Vermietung?

Nein. Bei Vermietungen gelten andere Regeln und Beträge; dieser Ratgeber behandelt den Verkauf.

Hinweis: Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: Oktober 2026.

Quellen

  1. Comparis: Maklerkosten beim Hausverkauf
  2. Fedlex: Obligationenrecht, Art. 412 ff. (Mäklervertrag)
  3. neho: Übliche Maklerprovision beim Hausverkauf
  4. Kanton Zürich: Leerwohnungsziffer bleibt tief (2026)
  5. ch.ch: Haus oder Wohnung verkaufen
  6. ESTV: Besteuerung der Grundstückgewinne

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder finanzielle Beratung. Angaben ohne Gewähr; massgebend sind die jeweils aktuellen Rechtsgrundlagen.

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